Geschichte

Im Frühjahr 1913 schloss sich in Halle / Saale ein Kreis von Pfarrern zu einer Gemeinschaft zusammen. Sie nannten sich Pastoren-Gebetsbund (PGB). 1947 wurde dieser Abkürzung der Name „Pfarrer-Gebetsbruderschaft“ beigelegt. Seit 2001 lautet der Name „Pfarrerinnen- und Pfarrergebetsbund„.

Den geistlichen Hintergrund des PGB bildeten der Pietismus und die Erweckungsbewegung der Jahrhundertwende. Ernst Modersohn gehörte dazu, außerdem Walter Michaelis, Alfred Christlieb, Theophil Krawielitzki, Ernst Lohmann, Ludwig Thimme u.a. Es war diesen Männern in ihrem Dienst neu deutlich geworden, dass auch für einen Pfarrer das Wichtigste die lebendige Verbindung mit Jesus Christus ist. Sie erkannten, dass gerade auch der Pfarrer persönliche Seelsorge und verbindliche Bruderschaft nötig hat, wenn er in seinem Glauben nicht Schaden nehmen und in seinem Dienst nicht in Leerlauf geraten will.

So kamen sie zusammen zum Hören auf das Wort der Schrift und zum Gebet, übten untereinander das neutestamentliche Amt des Tröstens und Ermahnens, der Beichte und Absolution und tauschten ihre Erfahrungen in der Gemeindearbeit aus. Am Anfang stand also nicht ein festgeschriebenes theologisches Programm, auch nicht der Wille, eine kirchenpolitische Gruppe aufzubauen und deren Ziele durchzusetzen. Es ging vielmehr darum, dass

  • das neue Leben aus Gott – wie es uns im Heiligen Geist durch die Versöhnung Jesu Christi am Kreuz und seine Auferstehung geschenkt ist und
  • die persönliche Lebenshingabe an ihn

die Grundelemente auch im Leben und Dienst des Pfarrers sind.

Gegenwärtig treffen sich Pfarrerinnen und Pfarrer, die auf dieser Basis zusammengefunden haben, in Deutschland, im Elsass, in Österreich und in der Schweiz. In neuerer Zeit entstehen Kontakte zu ähnlichen Gruppen in anderen Ländern.